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  β-Alanin   C3H7NO2 
Alanin  Alanin   
   
Weißes, kristallines Pulver   
   
Vorkommen
Bestandteil der nat ürlich vorkommenden Pantothensäure
Molmasse  89,094 g/mol   
  




  
AGW  keine Angaben   
Dichte (
β-Alanin)  1,437 g/cm3  
Zersetzung  +200 °C  
Wasserlöslichkeit   
Konz. bei 20 °C 545 g/l
- - Entsorgung  G 3
Etikett drucken Dt. Bezeichnung 
Synonyme (deutsch)
Engl. Bezeichnung 
Synonyme (engl.)
CAS  107-95-9 β-Alanin 
3-Aminopropansäure
β-Alanine 
3-Aminopropanoic acid 
  
 
Eigenschaften 
  
β-Alanin kommt als weißes, kristallines Pulver in den Handel. Es löst sich gut in Wasser und bildet eine schwach saure Lösung. In organischen Lösungsmitteln wie Ethylalkohol ist es nur wenig löslich. β-Alanin gehört zum einfachsten Vertreter der β-Aminosäuren: Die Aminogruppe NH2 befindet sich erst am zweiten Kohlenstoff-Atom nach dem Kohlenstoff-Atom, das mit der Carboxygruppe COOH verbunden ist.
    

Alanin
  

Neben dem β-Alanin kommt noch ein Alanin-Racemat mit zwei Enantiomeren mit Spiegelbild-Isomerie vor. L-Alanin und D-Alanin gehören zu den α-Aminosäuren: Die Aminogruppe NH2 sitzt am ersten Kohlenstoff-Atom, das mit der Carboxygruppe COOH verbunden ist. Die Enantiomere haben unterschiedliche chemisch-physikalische Eigenschaften. Sie unterscheiden sich darin auch vom β-Alanin.

   
Alanin Racemat
   
  
Herstellung 
  
Eine synthetische Herstellung des β-Alanins ist durch die Reaktion von Acrylsäure mit Ammoniak möglich. Dabei lagert sich das Ammoniakmolekül an die Acrylsäure an. D-Alanin und L-Alanin werden nach der Strecker-Synthese durch die Umsetzung von Acetaldehyd mit Blausäure und Ammoniak synthetisiert. L-Alanin kann auch aus L-Aspariginsäure hergestellt werden.
   
  
Verwendung 
  
β-Alanin ist in der chemischen Industrie ein Ausgangsstoff zur Herstellung von Pantothensäure und Carnosin. Oft wird es auch als Nahrungsergänzungsmittel für Muskelaufbaupräparate zum Bodybuilding eingesetzt.
  
 
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